Recyclingzentrum Zug

Neubau Recyclingzentrum Zug (Selektiver Wettbewerb, 1. Rang), 2018-2020

Die neue baumbestandene Industriestrasse wird zum neuen Eingang der Stadt Zug. Ihre östliche Strassenseite soll in Zukunft durch Bauten mit Öffentlichkeitsbezug gesäumt werden. Der Neubau für das Recyclingzentrum der Stadt Zug setzt den Grundstein für diese neue Rolle der zukünftigen Hauptachse und steht für die beispielhafte Urban-Upcycling-Strategie der Stadt Zug. Es ist in einem kompakten Neubau untergebracht, der alle Nutzungen in zwei einfach strukturierten Teilvolumen zweckmässig unter einem Dach vereint.

Situationsplan
Städtebauliches Konzept

Das strassenbegleitende Volumen an der Industriestrasse hat einen städtischen Ausdruck. Durch die Anordnung der Verkaufsschaufenster und der Arbeitsbereiche direkt an der Strasse wird ein unmittelbarer Bezug zwischen der Öffentlichkeit und dem neuen Recyclingzentrum hergestellt.

In der Verlängerung des Eingangsbereichs führt eine langgestreckte Kolonnade weiter ins Areal und dient als Kundenbereich des Ökihofs. Parallel dazu ist der Ökihof rückseitig als funktionale Betriebshalle angeordnet. Der grosse, flexibel nutzbare, gemeinsame Hof liegt im Inneren des Areals. Um ihn herum sind alle Nutzungen, Einfahrten und Zugänge übersichtlich gruppiert. Er nimmt alle Parkplätze auf und gewährleistet damit ein Höchstmass an Synergien. Damit ist – auch für zukünftige Anforderungen – eine hohe Flexibilität gewährleistet.

Die Aufteilung des Programms in ein beheiztes und ein unbeheiztes Gebäude schafft viele Synergien zwischen den drei Betrieben und gewährleistet minimale Betriebskosten.
Die Raumorganisation bietet einen optimalen Rahmen für den Arbeitsablauf in der Wertstoffsammlung: südseitig werden die Wertstoffe angeliefert, unter der Lagergalerie nachsortiert und gruppiert und in der hohen Containerhalle in Grosscontainern und Pressmulden für den Abtransport vorbereitet.
Der Eingang von der Strasse her bietet auch Arealunkundigen eine klare Adresse, die Kolonnade kann auch direkt vom Radweg am Grossacherbach angefahren werden.

Die repräsentative und städtische Vorderseite ist robust und langfristig nachhaltig mit einer Fassade aus vorgehängten Recyclingbetonplatten materialisiert. Die Fassadentragstruktur aus Recyclingstahl-Profilen setzt sich in der Kolonnade fort und nobilitiert die Schnittstelle zwischen Kunden- und Betriebsbereich des Ökihofs. Dieser ist als kosteneffiziente Stahlbau-Industriehalle mit einer umlaufenden Fassadenverkleidung aus perforiertem Trapezblech konzipiert.

Ansicht vom Hof
Längsschnitt durch die Kolonnade

Recyclingzentrum Zug Status: Wettbewerbsbeitrag (1. Rang), in Bearbeitung. Programm: Recyclingzentrum mit Wertstoffannahme und -sortierung (Ökihof), Brockenhaus und Bauteilbörse. Ort: Zug (ZG). Termine: Wettbewerb 2018, Planung und Ausführung 2019 – 2020. Entwurf: Michael Wagner und Marcella Ressegatti. Landschaftsarchitektur: Sima Breer. Visualisierung: Zünd Zuerich. Ausloberin: Baudepartement Stadt Zug, Abteilung Städtebau. Mitarbeit: Michael Wagner, Raphael Vanzella, Milo Strub.